rotes café

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q: Darf ich ein Plakat aufhängen / Flyer auslegen?

a: Gerne, vorausgesetzt es handelt sich um nichtkommerzielle Angelegenheiten. Auch Parteienwerbung ist unerwünscht. Dass antisemitisches/ homophobes/ sexistisches/ rassistisches Zeux hier und anderswo nichts zu suchen hat, dürfte sich wohl von selbst verstehen. Insgesamt soll hier einfach Platz sein für Veranstaltungsankündigungen, die im weitesten Sinne emanzipatorisch und gesellschaftskritisch sind. Plakate können überall angebracht werden, für Flyer gibt es einen Infotisch im Flur, eine Mitwohnecke befindet sich ebenfalls im Flur. Wichtige Infos können auch an die Tafel geschrieben werden.

q: Ist es möglich, einen oder mehrere Räume für Veranstaltungen oder Plena zu bekommen?

a: Ebenfalls gerne. Inhaltlich gilt das Gleiche wie bei Plakaten und Flyern. Bitte nehmt frühzeitig mit uns Kontakt auf, um Termin- oder Raumprobleme zu verhindern und sorgt dafür, dass nach euch der normale Cafébetrieb wieder möglich ist.

q: Kann ich die Zeitungen und Zeitschriften mit nach Hause nehmen?

a: Zeitschriften aus dem Zeitschriftenständer sind als Lese-Exemplare gekennzeichnet und sollten auch immer wieder in diesen zurückgebracht werden und das Café nicht verlassen. Zumindest nicht dauerhaft. Mehrfachexemplare und Sachen vom Infotisch im Flur können gerne mit nach Hause genommen werden. Die Interim kann übrigens auch käuflich erworben werden.

q: Was läuft da für eine CD, und kann ich mir die mal ausleihen?

a: Prinzipiell können alle Menschen im Café über die Anlage verfügen, d.h. es läuft, was eben gerade aufgelegt wird. Falls weitergehendes Interesse besteht, einfach mal in den Raum fragen, um wessen CD es sich handelt. Bitte keine CDs einfach mit nach Hause nehmen, Menschen haben sich mit ihnen viel Mühe gegeben.

q: Gibt es hier W-LAN?

a: ja, der beste Empfang ist im NichtraucherInnenraum und generell in Fensternähe.

q: Wo sind die Toiletten?

a: Einmal über den Hof, im Keller der Ihne-22.

q: Wem gehört das Café?

a: Das Café ist ein erkämpfter und besetzter Raum. Es gehört denen, die es nutzen. Das Café besteht seit dem UniMut Streik 1988/89, in diesen Räumlichkeiten seit 1998.

q: Wie ist das Café organisiert?

a: Es gibt ein Plenum, das sich ab und an trifft und den obligatorischen Orga-Krams erledigt, welcher im Laufe der Zeit anfällt. Alle Entscheidungen fällen wir nach dem Konsensprinzip.

q: Warum versteht sich das Café vor allem als politisches Projekt?

a: Die Uni wird zunehmend von autoritärem Effizienzdenken bestimmt, das in Studierenden KundInnen sieht, die schnellstmöglich durch die Uni geschleust werden sollen. Zwischendurch können sie dabei für viel Geld in der Mensa „Schlemmermenüs“ oder teuren Kaffee kaufen, um danach sofort wieder ins Seminar oder in die Bibliothek zu eilen. Das Café versteht sich als Gegenpol zu diesen Strukturen. Es soll ein Freiraum für gesellschaftskritische Perspektiven und Diskussionen sein, frei von Zwängen, Leistungsdruck, Hierarchien und doofen -ismen.

q: Wie erreiche ich euch?

a: Einfach mal laut fragen, oder Mail an plenum@rotescafe.de. Anregungen und Kritik können auch ins bunte hippieske Kommunikationsbuch eingetragen werden.

q: Wie finanziert sich das Café?

a: Das Café versteht sich als autonom und selbstverwaltet, ist also auch kein Ableger des Asta. Die Finanzierung läuft über den laufenden Betrieb und über Parties. Sollten wider Erwarten am Ende des Semesters Überschüsse angefallen sein, so gehen diese an politische/soziale Projekte. Über die konkrete Weiterleitung berät dann das Plenum. Die Caféeinrichtung selbst stammt fast ausschließlich aus Spenden. Tassen, Sofas, Besteck, Lautsprecher, Kickerbälle usw. sind immer gerne willkommen.

q: Wann ist das Café geöffnet?

a: In der Regel versuchen wir, das Café täglich ab 12h zu öffnen. Manchmal auch früher… manchmal auch etwas später… . Zugemacht wird um circa 18h. In den Semesterferien ist normalerweise geschlossen.

q: Warum bedient mich niemand, wenn es doch ein „Café“ ist?

a.: Eine der Grundideen des Cafés ist Selbstorganisation – das bedeutet, dass das Café kein dienstleistender Dienstleistungsdienstleister für irgendwelche KundInnen ist, sondern alle, die es nutzen wollen, beim alltäglichen Betrieb zumindest soweit mitmachen, dass sie sich ihren Kaffee selber eingießen und ihre Schrippen selber schmieren. Hochmotivierte kochen manchmal noch einen neuen Pott Kaffee oder helfen bei der VoKü oder bei der Drumrum-Orga mit.

q: Warum ist das hier so unaufgeräumt?

a: Tja, öh...auch hier ist Eigeninitiative gefragt, zumindest beim Abspülen und Geschirr wegräumen und Ascher leeren. Natürlich darf auch gerne gesaugt, der Müll rausgetragen oder der Kickertisch poliert werden.

q: Warum gibt es einen Frauenraum, und was hat er zu bedeuten?

a: Der Frauenraum gehört genaugenommen nicht zum Café, sondern ist ein eigenständiges Projekt. Derzeit gibt es zwar kein Frauenplenum, aber einige Frauen, die den Raum aktiv nach ihren Wünschen gestalten. Solange auch die Uni nicht frei von den üblichen patriarchalen Strukturen ist, ist dieser Raum eine Notwendigkeit. Der Frauenraum bleibt männerfrei – auch und gerade auf Parties!

q: Woher kommen Kaffee, Tee etc?

a: Der Tee stammt von Ökotopia, ist fair gehandelt und aus kontrolliert biologischem Anbau. Alle Erlöse gehen direkt an die Kooperativen vor Ort. (www.oekotopia-berlin.de). Mit dem Störtebeker Kaffee unterstützen wir Zapatistas in Mexiko (www.cafe-libertad.de).
Milch und Co werden in der Regel mit Chipkarten der Chipkartenini eingekauft. Damit versuchen wir der rassistischen Diskriminierung von Flüchtlingen, die nur mit Chipkarten – und damit nur bestimmte Dinge in bestimmten teureren Supermärkten – einkaufen können, entgegen zu wirken und ihnen eine autonomere Lebensgestaltung zu ermöglichen (www.chipkartenini.squat.net).

q: Was kostet der Joghurt?

a: Alle Preise stehen an der Tafel über der Theke. Wer gerade kein Geld hat, kann auch beim nächsten Besuch zahlen. Die Preise sind so kalkuliert, dass der laufende Cafébetrieb einigermaßen gedeckt ist. Bitte seid beim Bezahlen ehrlich mit euch selbst und uns allen.

q: Warum gibt es heute keine Brötchen?

a: Vermutlich hat niemand welche mitgebracht. Der Cafébetrieb lebt vom Mitmachen; wer Brötchen oder anderes vermisst, kann sie einfach mitbringen und sich das ausgelegte Geld dafür aus dem Kapitaltopf nehmen.

q: Was ist VoKü?

a: VoKü bedeutet Volxküche. Korrekter wäre wohl Bevölkerungsküche, aber BeVöKü lässt sich zu schwer aussprechen. Einmal in der Woche kocht eine kleine VoKü-Gruppe veganes Essen, das dann ab ca. 13.30 h für 2 € erhältlich ist. Hier werden immer dringend Leute gesucht, die mitmachen (vokue@rotescafe.de).

q: Kann ich hier auch sonst veganes Essen bekommen?

a: Ja, neben der bereis erwähnten VoKü gibt es auch vegane Brotaufstriche, Joghurts und Sojamilch.

q: Kann ich Kaffee auch mit in meine WG nehmen?

a: Ja gerne, sofern noch genügend Vorrat da ist. Ein Päckchen kostet 3 € . Das Geld kommt in die Zapatista-Soli-Dose und nicht in den Kapital-I-II-III Topf!

q: Wie sieht es im Café mit Tabak, Alk und anderen Drogen aus?

a: Ein rauchfreies Café zu erkämpfen steht noch aus, es gibt aber einen separaten rauchfreien Raum. Einen Zigarettenautomaten gibt es nicht, der Nächstliegende befindet sich vor dem "aux delices normands".
Aufgrund negativer Erfahrungen in der Vergangenheit gibt es Alkohol - wenn überhaupt - erst nach 18h.
Und sonst so? Was du dir in deine Selbstgedrehte reintust wird von uns nicht beanstandet.

q: Was ist eine Quetschmuffe?

a: Das wissen wir auch nicht so genau

 

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